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Ein Projekt für interreligiösen Dialog, Erinnerungskultur und gemeinsames Lernen

In diesem Jahr hat unser Verein Von Meisterhand e.V. in Berlin das Projekt „Better together – Interreligiöse Toleranz durch Bildung und Aufklärung“ umgesetzt. Ziel war es, Frauen verschiedener Herkunft und religiöser Prägung über Bildung, gemeinsame Erlebnisse und offenen Austausch miteinander ins Gespräch zu bringen – und so Vorurteile abzubauen sowie gegenseitiges Verständnis zu stärken.

Was entstand, waren nicht nur eindrucksvolle Lernerfahrungen, sondern auch neue Verbindungen, ehrliche Gespräche und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Ein sensibler Einstieg: Ein Film als Brücke zwischen Kulturen

Zu Beginn des Projekts schauten wir gemeinsam den Film
Mohammed und Anna – eine muslimisch-jüdische Geschichte“. Der Film erwies sich als sehr berührender Einstieg in das Thema. Er öffnete einen geschützten Raum für Gespräche über Religion, Geschichte, Identität und gegenseitiges Verständnis. Viele der Teilnehmerinnen zeigten sich tief bewegt – und zugleich motiviert, eigene Fragen zu stellen und neue Perspektiven zuzulassen.

Lernen durch Begegnung: Unsere Bildungs- und Gedenkstättenausflüge

Ein zentraler Bestandteil des Projekts waren die gemeinsamen Ausflüge zu historischen Orten:

  • Besuch des Jüdischen Museums Berlin
  • Besuch der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas
  • Exkursion zur Gedenkstätte Sachsenhausen mit Führung

Diese Orte machten Geschichte unmittelbar erlebbar. Viele Teilnehmerinnen berichteten im Anschluss, wie sehr sie diese Besuche zum Nachdenken angeregt haben. Besonders der Besuch in Sachsenhausen war emotional sehr herausfordernd. Einige Frauen brachten eigene Kriegs- und Gewalterfahrungen aus ihren Herkunftsländern mit – die Konfrontation mit einem Ort des massiven Leidens berührte tief. Diese Emotionen wurden sensibel aufgefangen und in gemeinsamen Reflexionsgesprächen verarbeitet.

Frauenfrühstück & neue Kooperationen

Ein besonders schönes Ergebnis des Projekts war die neu entstandene Zusammenarbeit mit den Stadtteilmüttern Neukölln. Beim gemeinsamen Frauenfrühstück sahen wir den Dokumentarfilm ihres Projekts, tauschten Erfahrungen aus und sprachen offen über Herausforderungen, Erfolge und Zukunftsideen. Der Austausch war sehr bereichernd – und der Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit ist gelegt.

Wirkung: Was „Better together“ bewegt hat

Das Projekt hat auf mehreren Ebenen gewirkt: Es hat zum Abbau von Vorurteilen beigetragen und hat das Verständnis für die deutsch-jüdische Geschichte und die Geschichte des Nationalsozialismus vertieft. Der Zusammenhalt innerhalb der Frauengruppe wurde gestärkt und neue Netzwerke in der Nachbarschaft wurden geknüpft. Die Projektteilnehmerinnen haben durch das Projekt außerdem mehr Mut offener über Themen wie Religion, Geschichte und Identität zu sprechen. Viele Teilnehmerinnen gaben an, dass sie ihre Sicht auf das Judentum und die deutsche Geschichte durch das Projekt nachhaltig erweitert haben.

Fazit und Ausblick: Der Dialog geht weiter

Die positiven Erfahrungen motivieren uns, das Thema interreligiöse Toleranz auch über den Förderzeitraum hinaus weiterzuführen – etwa durch weitere gemeinsame Ausflüge, Filmabende oder Gesprächsrunden mit unseren neuen Kooperationspartnerinnen.

„Better together“ war ein voller Erfolg.

Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll Begegnung, Bildung und offener Austausch sind, um gegenseitiges Verständnis zu fördern, Vorurteile abzubauen und neue Verbindungen zu schaffen.

Ein herzliches Dankeschön gilt der MONOM Stiftung, die dieses wichtige Projekt durch ihre Förderung möglich gemacht hat.

Wenn der Zufall im Leben von Zeit zu Zeit sein wundersames Spielchen treibt, dann war es hier – und es sollte wohl so sein.
Im Sommer 2023 begegnen sich zwei Frauen, die eine gemeinsame Sprache sprechen: die Sprache des Handwerks.
Birgit Müller-Blech, aus dem traditionsreichen Familienunternehmen Inge-Glas Manufaktur, und Ann-Kathrin Carstensen, Gründerin der gemeinnützigen Manufaktur Von Meisterhand und Rita in Palma, lernen sich kennen – und es ist Verständnis und Anerkennung auf den ersten Blick.

Für das Kunsthandwerk.
Für die Liebe zum Detail.
Für das, was bleibt.

Aus dieser Begegnung entsteht eine Limited Edition, die puristischen, mundgeblasenen Weihnachtsschmuck der Inge-Glas Manufaktur mit der filigranen, ornamentalen Ästhetik der Spitzenmanufaktur Von Meisterhand vereint. Jedes Stück wird von erfahrenen Glasbläser*innen mundgeblasen, sorgfältig von Hand veredelt und mit feiner Spitze umschmeichelt – ein Zusammenspiel aus Klarheit und Zartheit, aus Glas und Garn, aus Tradition und moderner Handwerkskunst.

Das Besondere daran: Die Von Meisterhand e.V. widmet sich der Ausbildung und Integration von Frauen mit Migrationshintergrund und bewahrt bedrohte Handwerkstechniken. Alle Erlöse aus dem Verkauf dieser Limited Edition gehen ausnahmslos an den Verein, um die Ausbildung der Frauen zu finanzieren.

Jetzt entdecken & mit gutem Gefühl schenken:
Die Limited Edition ist in begrenzter Stückzahl verfügbar.
Ihr könnt sie direkt bei uns im Atelier, im Online-Shop von Rita in Palma sowie per E-Mail oder telefonisch bestellen. Wir beraten euch gern persönlich und finden gemeinsam das passende Stück.

Von Frau zu Frau.
Von Hand zu Herz.
Von Meisterhand.

Manchmal entstehen die schönsten Ideen aus einer kleinen, schüchternen Frage.
Unsere langjährige Kundin Vicky kam eines Tages zu uns und fragte vorsichtig, ob sie wohl ihren 40. Geburtstag in unseren Räumlichkeiten feiern dürfe.
Unsere Antwort? Ein klares und herzliches: Ja, sehr gerne!

Und so verwandelte sich unser Atelier in eine festliche Location:
Unsere Frauen sorgten für ein köstliches Catering, ein DJ legte auf und es wurde bis spät in die Nacht getanzt, gelacht und gefeiert. Die Räume waren voller Musik, guter Gespräche und dieser besonderen Energie, die entsteht, wenn Menschen gemeinsam einen besonderen Moment genießen.

Diese Feier hat uns auf eine neue Idee gebracht:
Wir möchten künftig – auf persönliche Anfrage – unsere Räumlichkeiten auch anderen für besondere Anlässe öffnen. Ob Geburtstag, Jubiläum oder private Feier: Wir geben unser Bestes, damit es ein unvergesslicher Tag wird.

Und das Beste: Auf Wunsch können wir in Zukunft auch ein authentisches arabisch-türkisches Buffet anbieten – frisch gekocht von unseren talentierten Frauen. Von Börek und Hummus über bunte Mezze-Platten bis hin zu süßem Baklava können wir ein Festmahl zaubern, das eure Gäste kulinarisch verzaubert und einen Hauch Orient in eure Feier bringt.

Da jede Veranstaltung so individuell ist wie unsere Gäste, gestalten wir Preise und Leistungen persönlich – ganz nach euren Wünschen und Vorstellungen.

Danke, liebe Vicky, dass du uns mit deiner Frage auf diese Idee gebracht hast. Und auf viele weitere unvergessliche Feste bei von Meisterhand.

 
 

HIER NOCH EIN PAAR EINBLICKE... es war ein BEZAUBERNDEr ABEND!

Es gibt diese besonderen Tage, an denen wir spüren, dass unser kleines Atelier und unsere Arbeit weit über die Grenzen Berlins hinausstrahlen.
Ein solcher Moment war im Juni 2024, als uns ein Fernsehteam aus Japan besuchte.

Die Crew reiste für eine beliebte japanische Fernsehsendung an, die ihren Zuschauerinnen und Zuschauern auf unterhaltsame und kreative Weise die deutsche Sprache näherbringt. Für ihre Dreharbeiten suchten sie Orte, die nicht nur „typisch Berlin“ sind, sondern auch besondere Geschichten erzählen – Geschichten von Handwerk, Gemeinschaft und kultureller Vielfalt.
Wir waren überglücklich, dass von Meisterhand e.V. zu diesen ausgewählten Orten gehörte.

DREHTag in unserem Atelier

Der Drehtag selbst war lebendig, herzlich und voller schöner Begegnungen. Die Kameras begleiteten uns bei der Arbeit, filmten unsere feinen Häkeltechniken, unsere funkelnden Schmuckstücke und die liebevollen Details in unserem Atelier. Es gab Interviews, neugierige Fragen, gemeinsames Lachen – und das wunderbare Gefühl, dass unser Handwerk nicht nur Schmuck ist, sondern auch Brücken schlägt zwischen Menschen aus aller Welt.

Ein Höhepunkt des Tages war das große gemeinsame Essen: Unsere Frauen zauberten traditionelle Gerichte aus ihren Herkunftsländern – ein Fest für Augen, Nase und Gaumen. Der Tisch war reich gedeckt mit duftenden Speisen aus aller Welt, jede mit ihrer eigenen Geschichte und Bedeutung. Das Fernsehteam legte die Kameras beiseite, setzte sich zu uns und probierte neugierig von allem. Es wurde gemeinsam gegessen, gelacht, über die verschiedenen Rezepte gesprochen und gestaunt. Dieser Moment zeigte eindrucksvoll, wie bei uns Handwerk, Kultur und Kulinarik Hand in Hand gehen und Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt an einem Tisch zusammenbringen.

Zu wissen, dass diese Szenen bald in japanischen Wohnzimmern zu sehen sein werden, macht uns stolz und dankbar. Es ist ein wunderschönes Gefühl, dass unser Handwerk, unsere Geschichten und unsere Gemeinschaft nun auch in Japan angekommen sind.

Dass wir bereits heute internationales Interesse wecken, ist für uns eine große Freude – und gleichzeitig ein Ansporn, offen und neugierig zu bleiben. Wer weiß, welche Länder und Menschen wir in Zukunft noch erreichen werden? Wir freuen uns darauf, weiter Brücken zu bauen, Herzen zu berühren und gemeinsam mit euch allen neue Kapitel zu schreiben.

Auf die Zukunft – und auf viele weitere Begegnungen, die zeigen, wie grenzenlos schön Handwerk sein kann.

Es gibt Partnerschaften, die wachsen still und stetig – und werden mit der Zeit zu einem festen Teil der eigenen Geschichte. Unsere Verbindung zum Pfefferwerk ist genau so eine. Schon seit 2016 dürfen wir auf ihre großartige Unterstützung zählen. Sie glauben an unser Handwerk, an die Geschichten hinter unseren Schmuckstücken und an die Menschen, die sie mit so viel Liebe fertigen.

In diesem Jahr feierte Pfefferwerk sein 25-jähriges Jubiläum – ein Vierteljahrhundert voller sozialer Projekte, kreativer Ideen und der unermüdlichen Arbeit, Menschen zu vernetzen und Chancen zu schaffen. Für uns war es eine große Ehre, zu diesem besonderen Anlass eingeladen zu werden und unsere Schmuckstücke auszustellen.

Zwischen Musik, Gesprächen und herzlichen Begegnungen durften wir die Vielfalt unserer Arbeiten präsentieren – von filigranen Häkelcolliers bis zu farbenfrohen Statement-Ohrringen. Es war nicht nur eine Ausstellung, sondern ein Moment des Innehaltens: ein Blick zurück auf all das, was durch diese Unterstützung möglich wurde, und ein Blick nach vorne auf alles, was noch vor uns liegt.

Wir sind stolz, dankbar und unglaublich happy, Teil dieser lebendigen Community zu sein. Danke an das gesamte Team vom Pfefferwerk für euer Vertrauen, eure Offenheit und dafür, dass ihr uns und so viele andere Projekte sichtbar macht.

Noch ein paar impressionen vom Jubiläum

Am vergangenen Wochenende haben wir mit unserem Frauenprojekt einen richtig tollen Bildungsausflug gemacht, der uns nicht nur viel Neues beigebracht hat, sondern auch jede Menge Spaß! Wir haben die Messe Berlin besucht, und der Tag war vollgepackt mit spannenden Entdeckungen – von einem inspirierenden Workshop bis hin zu einer aufregenden Verkaufsmesse.

Fair & Social: Produkte mit einer Geschichte

Unser erster Stopp war die Bazaar Berlin – eine Verkaufsmesse, die Produkte aus aller Welt präsentiert, mit einem ganz besonderen Fokus auf Fairness und Nachhaltigkeit. Hier gibt es wirklich alles: von handgemachten Schmuckstücken über nachhaltige Mode bis hin zu Kunsthandwerk und Food. Was uns besonders gefallen hat? Dass so viele Produkte nicht nur schön, sondern auch fair gehandelt und nachhaltig produziert sind. Es war so inspirierend, zu sehen, wie kreative Köpfe und engagierte Unternehmen dazu beitragen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.

Stoffgeschichten – Ein Blick hinter die Kulissen der Textilindustrie

Nach der Messe ging es weiter mit einer Führung durch die Ausstellung „Stoffgeschichten – über global bewegte Materialien“, die uns ganz schön zum Nachdenken gebracht hat. In der Ausstellung wurde der Textilindustrie auf den Zahn gefühlt – und zwar nicht nur mit einer rosaroten Brille. Es ging um die problematischen Seiten der globalisierten Produktion, insbesondere in der Textilbranche, die oft für ihre schlechten Arbeitsbedingungen und die Umweltbelastungen in der Kritik steht. Aber es war nicht nur eine kritische Auseinandersetzung, sondern auch eine ganz klare Botschaft: Es gibt eine andere, bessere Art, Textilien zu produzieren!

Die Ausstellung zeigte uns, dass es auch kreative, nachhaltige und mutige Innovationen gibt, die zu einer faireren und ökologisch weniger schädlichen Praxis führen können. Besonders spannend war, dass wir verschiedene Textilarten wie Baumwolle, Leder, Leinen, Polyester und viele mehr unter die Lupe nehmen konnten. Wir haben erfahren, woher diese Materialien kommen, wie sie produziert werden und was man tun kann, um ihre Herstellung nachhaltiger zu gestalten.

Upcycling-Workshop: Bienenwachstücher statt Plastik

Und als ob der Tag noch nicht spannend genug war, haben wir im Anschluss an die Ausstellung an einem Upcycling-Workshop teilgenommen! Hier haben wir gelernt, wie man aus alten Stoffresten Bienenwachstücher herstellt – eine super nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien wie Alufolie oder Frischhaltefolie.
Das war nicht nur kreativ, sondern auch richtig praktisch! Wir haben unsere eigenen Tücher gebastelt, die jetzt bei uns zu Hause zum Einsatz kommen – perfekt für Brot, Obst oder auch als Abdeckung für Schüsseln. Es war so faszinierend zu sehen, wie man aus etwas, das eigentlich im Müll landen würde, etwas Nützliches und Nachhaltiges schaffen kann. So einfach und gleichzeitig so wirkungsvoll!

Lachen, Lernen, Zusammenwachsen

Aber der Ausflug war nicht nur lehrreich – wir haben auch viel gelacht und uns als Team noch näher kennengelernt. Durch die gemeinsamen Erlebnisse und das kreative Arbeiten im Workshop sind wir als Gruppe weiter zusammengewachsen. Es war so schön zu sehen, wie wir uns gegenseitig unterstützt und inspiriert haben, und der Spaß kam definitiv nicht zu kurz! Dieser Tag war einfach eine perfekte Mischung aus Lernen, Lachen und Teamwork.

 

Fazit: Viel gelernt und noch viel mehr inspiriert!

Nach einem so lehrreichen und kreativen Tag haben wir nicht nur eine Menge über die Textilindustrie und nachhaltige Alternativen gelernt, sondern auch wertvolle Ideen mitgenommen, wie wir selbst umweltbewusster leben können. Es war ein Tag voller Aha-Momente und Inspiration, der uns gezeigt hat, wie wichtig es ist, bewusst zu konsumieren und auf nachhaltige Produkte zu setzen – von Textilien bis hin zu Verpackungsmaterialien.
Und das Beste? Wir haben als Team noch mehr zusammengefunden und freuen uns schon jetzt auf das nächste Abenteuer!

Warum wir das so feiern?

Es gibt Momente im Leben, die sich einfach unvergesslich anfühlen – und für uns war der Tag des diesjährigen Bürgerfestes des Bundespräsidenten definitiv einer dieser besonderen Augenblicke. Wir sind immer noch ganz aufgeregt und können es kaum fassen, dass wir mit unserem Frauenprojekt zu dieser unglaublichen Veranstaltung eingeladen wurden! 🎉 

Es war nicht nur eine Ehre, sondern auch eine riesige Wertschätzung für die Arbeit, die wir gemeinsam leisten. In den letzten Jahren haben wir viel aufgebaut, mit Herzblut und Leidenschaft – und nun, stellvertretend für all die starken Frauen in unserem Projekt, durften unsere Gründerin Ann-Kathrin und ihre rechte Hand Lotta Koglin, zusammen mit Lubna Alojeli aus Syrien und Saheste Karaman aus der Türkei, an diesem besonderen Tag teilnehmen.

Ein Fest der Vielfalt und Solidarität

Das Bürgerfest ist ein Event, bei dem Menschen aus allen Ecken der Gesellschaft zusammenkommen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu feiern. Es ist der perfekte Ort, um zu zeigen, wie wichtig es ist, Vielfalt zu leben und Frauen aus unterschiedlichen Kulturen und Lebenswelten zu stärken.

Für uns war es ein Moment, der all die vielen Geschichten und Erlebnisse symbolisiert, die jede einzelne Frau in unserem Projekt mitbringt. Egal ob Lubna, die aus Syrien geflüchtet ist, oder Saheste, die aus der Türkei kam – beide stehen stellvertretend für so viele, die nicht nur ihre eigenen Herausforderungen meistern, sondern auch ihren Weg in eine bessere Zukunft ebnen.

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Dankbarkeit und Inspiration

Dieser Tag hat uns nicht nur stolz gemacht, sondern auch inspiriert, noch mehr für die Frauen in unserem Projekt zu tun. Es ist ein riesiges Kompliment, dass unsere Arbeit so anerkannt wird, und gleichzeitig ein Ansporn, weiterhin für Chancengleichheit, Empowerment und ein respektvolles Miteinander zu kämpfen. 💪

Wir wollen an dieser Stelle allen danken, die uns unterstützen – sei es durch ihre Zeit, ihre Expertise oder einfach durch ihren Glauben an uns und unsere Vision. Und natürlich ein großes Dankeschön an alle Frauen, die Teil dieses Projekts sind und mit uns gemeinsam jeden Tag ihre Träume und Ziele verfolgen.

Auf Viele Weitere Meilensteine!

Der Besuch beim Bürgerfest war zwar ein ganz besonderer Moment, aber wir sind uns sicher, dass noch viele weitere folgen werden. Gemeinsam schaffen wir eine Welt, in der Frauen gehört werden und die Chance haben, ihr Potenzial voll zu entfalten. 🚀

Danke, dass ihr uns auf diesem aufregenden Weg begleitet!

Die Reise begann wie jede andere: Bahnhöfe, Gleise, eine durchgehende Zugfahrt – und dann kam sie: die kleine Tochter von Ann-Kathrin, der Gründerin von Meisterhand e.V. Sie schlich sich mit einem Lächeln an unsere Frauen heran und binnen weniger Minuten war der ganze Zugwagen in eine fröhliche Runde Maumau-Spielerinnen verwandelt. Wer hätte gedacht, dass eine Hand voll Migrantinnen, die noch nie in ihrem Leben „Maumau“ gespielt hatten, plötzlich allesamt zu wahren Kartenspiel-Profis wurden? Es war die perfekte Mischung aus Gelächter, herzlichem Chaos und einer ordentlichen Portion an neuen Erfahrungen – und das ganz ohne Regenschirm und die berüchtigten deutschen Zugverspätungen.

Aber das war erst der Anfang eines Ausflugs, der nicht nur die Frauen, sondern auch uns alle in Staunen versetzen sollte. Unser Ziel: Die Inge Glas Manufaktur in Coburg, wo wir – seit Jahren mit unseren Händen und Herz dabei – endlich die magischen Weihnachtskugeln live in der Produktion sehen wollten. Und wer hätte gedacht, dass es so spannend und aufregend wird, den Kugeln beim Entstehen zuzusehen?

Vom Netzwerken zum Zauber der Weihnachtskugeln

Was viele nicht wissen: Seit vielen Jahren sind wir bei Meisterhand e.V. in einer ganz besonderen Mission unterwegs – wir häkeln Weihnachtskugeln. Aber nicht irgendwelche Kugeln – sondern handgefertigte, mundgeblasene Kunstwerke aus der Inge Glas Manufaktur, die jedes Jahr zu den Highlights der festlichen Saison gehören.

Dank eines gehörigen Schusses Netzwerk-Magie – und vielleicht auch ein bisschen Glück – hatten wir vor etwa einem Jahr die Gelegenheit, die Inhaberin der Inge Glas Manufaktur kennenzulernen. Sie war so begeistert von unserer Arbeit, dass sie uns prompt einlud, die Manufaktur zu besuchen. Und das war der Beginn einer wunderbaren Kooperation. Bei dieser Begegnung haben wir nicht nur die Weihnachtskugeln aus nächster Nähe betrachtet, sondern auch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe besprochen, die für uns alle eine ganz besondere Bedeutung hat.

Die Reise geht weiter – mit einem herzhaften Abschluss

Was viele nicht wissen: Seit einigen Jahren sind wir bei Meisterhand e.V. in einer ganz besonderen Mission unterwegs – wir häkeln Weihnachtskugeln. Aber nicht irgendwelche Kugeln – sondern handgefertigte, mundgeblasene Kunstwerke aus der Inge Glas Manufaktur, die jedes Jahr zu den Highlights der festlichen Saison gehören.

Im Sommer 2023 geschah dann etwas, das eher an ein kleines Wunder grenzt: Birgit Müller-Blech von der Inge Glas Manufaktur und unsere Gründerin Ann-Kathrin Carstensen begegneten sich zum ersten Mal – und es war Liebe auf den ersten Blick. Liebe zum Handwerk, zum Detail und, wie sich herausstellen sollte, zu einer gemeinsamen Vision. Ganz spontan, fast wie ein kleines Meisterwerk der Zufälligkeit, entstand die Idee, eine Limited Edition zu kreieren – eine Verbindung der puristischen, mundgeblasenen Weihnachtskugeln aus Coburg und der filigranen Kunstfertigkeit der Spitzen von Meisterhand.

Und so kam es, dass aus einem unerwarteten Stil-Rendezvous zwei Herzen für eine gemeinsame Sache schlugen: Herzen als Symbol für die Liebe und Christbaumspitzen als Symbol für Kraft, Mut und Glauben.

Aber das Beste daran? Diese Zusammenarbeit hat nicht nur ästhetischen Zauber geschaffen, sondern auch einen klaren sozialen Mehrwert. Denn die Erlöse aus dem Verkauf der Limited Edition fließen direkt in die gemeinnützige Arbeit von Meisterhand e.V. und unterstützen die Ausbildung und Integration von Frauen mit Migrationshintergrund. Ein tolles Beispiel für „Von Frau zu Frau“, wie es in der Welt der Handwerkskunst wirklich funktioniert.

Nach der spannenden Führung durch die Inge Glas Manufaktur, bei der wir mit Staunen und ehrfürchtigem Blick die Kunstfertigkeit der Weihnachtskugeln bewunderten, war es Zeit, all die Eindrücke zu verarbeiten. Aber wo lässt sich das besser tun als in einem kleinen, gemütlichen Italiener in der bezaubernden Altstadt von Coburg? Hier, bei Pasta und Espresso, ließen wir den Tag ausklingen und tauschten uns aus über all das, was wir gesehen, gelernt und gefühlt hatten. Es war der perfekte Ort, um das Erlebte in Ruhe zu reflektieren und zu schätzen, was für eine außergewöhnliche Reise wir gemeinsam unternommen hatten.

Ein besonderer Dank gilt dabei der Postcode Lotterie, die es uns ermöglicht hat, diese wundervolle Bildungsreise zu finanzieren. Ohne diese Unterstützung wäre unser Ausflug nach Coburg und die Entstehung der Limited Edition sicher nicht möglich gewesen. Ihre Hilfe ist nicht nur ein Beitrag zur praktischen Umsetzung unserer Projekte, sondern auch ein Zeichen des Glaubens an die Arbeit, die wir tun – für die Frauen, für das Handwerk und für die Gesellschaft.

So endet unser Ausflug, aber unsere Reise – die Reise der Integration, des Handwerks und der wertvollen Kooperationen – geht weiter. Und wer weiß, vielleicht gibt es schon bald neue Abenteuer, die wir gemeinsam erleben können!

Ein Teil dieses handgefertigten Weihnachtsschmucks hat seinen Weg nach Berlin Neukölln gefunden, wo er sich mit dem einzigartigen Kunsthandwerk unserer Häkelköniginnen verbunden hat. Das einzigartige Ergebnis findet ihr im Shop der Inge-Glas Manufaktur in den Hackeschen Höfen in Berlin. Alle Erlöse werden unserem Verein gespendet.

Das nächste Weihnachtsfest kommt ganz bestimmt.

Noch ein paar impressionen unserer reise

Auf der Suche nach neuen Häkelköniginnen

Frauen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund
in die Selbstständigkeit begleiten

Das ist das Ziel unseres aktuellen Projektes.
Unser Verein ist auf der Suche nach Frauen, die schon ein bisschen Erfahrung mit dem Thema Häkeln haben und die Lust haben, ihre Fähigkeiten auszubauen und die Chance einer selbstständigen Tätigkeit zu ergreifen.
Beim Aufbau der kleinen Selbstständigkeit möchten wir die Frauen begleiten.
In gemeinsamen Workshops zeigen wir ihnen beispielsweise wie sie eine Steuernummer beantragen oder eine Rechnung schreiben.

Jede Frau mit Häkelerfahrung ist willkommen

Wir sind auf der Suche nach Frauen, die bisher noch nicht viel oder keine Erfahrung mit einer bezahlten Beschäftigung haben und Lust haben mit unserer Unterstützung einen ersten Schritt in ein unabhängigeres Leben zu gehen.
Egal aus welchem Herkunftsland, ob Alleinerziehend, Familienmutter oder schon in Rente, jede Frau, die häkeln kann und Lust hat eine eigene selbstständige Tätigkeit aufzubauen kann Teil des Projektes werden.

Für viele Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund ist eine gewisse Flexibilität essenziell, da sie als Familienmütter viel Verantwortung tragen.
Die Selbstständigkeit ermöglicht ihnen Selbstbestimmtheit; sie können entscheiden, wann, wie viel und wo sie arbeiten möchten. Sie können jederzeit gemeinsam mit den anderen Frauen in unseren Vereinsräumen oder auch zu Hause auf dem Sofa häkeln. Gleichzeitig möchten wir die Frauen ermutigen, jenseits ihres Familienalltages neue Herausforderungen in Richtung eines unabhängigeren Lebens anzugehen.

Selbstverständlich können die Frauen auch an allen anderen Angeboten, wie beispielsweise unserem wöchentlich stattfindenden Deutschunterricht, dem wöchentlichen Yoga-Unterricht und dem täglichen Frauenfrühstück teilnehmen.

Auf der Suche nach neuen Häkelköniginnen
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Unser Besuch des Familiengartens und des Wochenmarktes

Bereits mehrmals haben wir gemeinsam den bekannten türkisch-arabischen Wochenmarkt am Berliner Maybachufer besucht. Dort haben wir Frauen angesprochen und sie eingeladen, uns zu besuchen, um einen Eindruck von dem Projekt zu bekommen.

Im Familiengarten, einem Statteilzentrum in Berlin Kreuzberg, gibt es eine Gruppe von Frauen, die sich wöchentlich zum gemeinsamen Häkeln treffen.
Das Projekt haben wir besucht und die Frauen ermutigt, aus ihren besonderen Fähigkeiten eine eigene kleine Nebentätigkeit zu formen und sich etwas dazu zu verdienen.

Anzeige-Suche-Häkelköniginnen
Anzeige-türkisch-Suche-Häkelköniginnen
Anzeige-arabisch-Suche-Häkelköniginnen

An dieser Stelle möchten wir ganz herzlich der Deutschen Postcode Lotterie
sowie der BildungsChancen GmbH danken, die uns mit einer großzügigen
Förderung die Umsetzung des Projektes ermöglichen.

Haekelkunst Museum Bonn

Künstlerin Nevin Aladağ - Teil ihrer Kunstausstellung

Im Januar kam die in der Türkei geborene und in Deutschland lebende Künstlerin Nevin Aladağ auf uns zu und fragte uns, ob wir Teil ihrer Kunstaustellung werden wollen.
Nevin hat türkische, kurdische und iranische Wurzeln und so wie viele unserer Häklerinnen kam auch sie als Baby mit ihrer Familie nach Deutschland.
Sie studierte in München Bildhauerei und erschafft vor allem Skulpturen und Installationen. Inzwischen ist sie international erfolgreich und stellte ihre Kunst schon in Städten wie Paris, Seoul, Istanbul, San Francisco und Berlin aus.

Unsere bunten Häkelbälle

Unsere Häkelkunst ist in einer von Nevins Installationen in Bonn zu bestaunen und zu erfahren. Dort gestaltete Nevin als Teil einer Gruppenausstellung „Interactions“ das Dach der Bundeskunsthalle.
Neben Teppichen und Basketballkörben sind große handumhäkelte Bälle Teil des Kunstwerkes.
Die neun Bälle wurden von unseren Häkelköniginnen umhäkelt.
Asuman, Cevahir, Güler und Sevdije haben über Wochen viele kleine Fünf- uns Sechsecke in verschiedensten Farben und Mustern gearbeitet.

Haekelkunst Museum Bonn
Haekelkunst Museum Bonn
Haekelkunst Museum Bonn

Die Fünfecke und Sechsecke wurden wie ein Puzzle zusammengesetzt

Das war gar nicht so einfach, da die einzelnen Teile genau zusammenpassen mussten. Sowohl das Muster als auch die Farben mussten passen. Am Ende mussten alle Teile noch zu einer runden Form zusammengefügt werden, die die großen Bälle genau umschließt.

Als Ergebnis entstanden neun bunte Netze aus Blumen und geometrischen Formen, die die bunten Bälle umspannen und das Kunstwerk entstehen ließen.

Haekelkunst Museum Bonn
Haekelkunst Museum Bonn
Haekelkunst Museum Bonn

Kunst zum anfassen

Mit der Ausstellung soll die Kunst für jeden erfahrbar und zugänglich gemacht werden. Die Besucher*innen werden Teil des Kunstwerkes und sollen es auf spielerische Weise erkunden. Durch das Eintauchen in das Kunstwerk und das Berühren der Kunst soll die normalerweise in Museen herrschende Distanz zu den Kunstwerken verringert werden.

So hatten viele kleine und große Besucher*innen Spaß daran mit unseren umhäkelten Bällen zu spielen.

Haekelkunst Museum Bonn

Besucht die Kunstausstellung bis zum 15. Oktober 2023 in der der Bundekunsthalle in Bonn.

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